Verwaltung – ein Privileg, kein „notwendiges Übel“ 

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Wenn ich morgens meine E-Mails öffne, bete ich wie so oft in den vergangenen Jahren: 
„Vater, wo kann ich mich heute in das einbringen, was du tust?“ 

Die Arbeit in Finanzen und Verwaltung ist für mich kein „notwendiges Übel“, sondern ein großes Privileg. Sie ermöglicht mir, aktiv an Gottes weltweiten Plänen mitzuwirken. Von Eppstein aus fließen Gelder nicht nur zu unseren Kollegen in aller Welt, sondern auch zu Organisationen und Gemeindeverbänden, die aus den Diensten früherer WEC-Missionare hervorgegangen sind. 

Leben für die Mission 
Als ich vor 40 Jahren Gottes Ruf in die Mission verspürte, wurde mir klar: Ich brauche Kompetenzen, die es mir ermöglichen, Menschen in Not praktisch zu dienen – und die mir den Zugang zu einem muslimischen Land eröffnen. Nachdem ich zunächst ein Medizinstudium in Erwägung gezogen hatte, entschied ich mich für Volkswirtschaft. Das führte mich ins Projektmanagement und in die Verwaltung. 
Nach zehn Jahren Vorbereitung – darunter ein Studium in Glasgow und eine Ausbildung an einem Bibelkolleg – diente ich zusammen mit meiner Frau Annette 16 Jahre in Gambia und Senegal, bevor ich 2010 zum Finanzteam in Eppstein kam. 

Letztes Jahr feierte ich meinen 60. Geburtstag und blickte auf 31 Jahre Vollzeitmission zurück. Welch ein Vorrecht, sagen zu können: Dieses Leben war lebenswert. Und das, was ich getan habe, hat etwas bewirkt – nicht nur in Projekten, die kommen und gehen, sondern im Leben von Menschen aus muslimischen Volksgruppen, die durch das Evangelium verändert wurden. 

Ein strategischer Teil moderner Mission 
In Gambia habe ich verstanden: Verwaltung ist keine „Hintergrundarbeit“, sondern ein strategischer und entscheidender Teil moderner Mission. Nach vier Jahrzehnten Ausbildung und Erfahrung hat mich Gott an einen Ort gestellt, an dem ich Teil eines internationalen Netzwerks bin – unerlässlich, damit Menschen aus Völkern ohne christliches Zeugnis eine lebendige Beziehung zu Jesus finden. 

Hier in Eppstein leite ich ein Team von sechs engagierten Teilzeitkolleginnen und -kollegen. Gemeinsam bewirken wir etwas – nicht nur für heute, sondern für die Ewigkeit. Denn: Das Reich Gottes in Regionen aufbrechen zu sehen, die bisher dem Evangelium widerstanden haben – das ist das Ziel unserer täglichen Verwaltungsarbeit. 

Meine langjährige Erfahrung hilft mir, die Aufgaben zu erfüllen, die mir heute anvertraut sind. Aufgaben, die nicht in erster Linie technisch, sondern zutiefst geistlich sind. 


Andrew McLaren und seine Frau Annette waren 16 Jahre in Westafrika tätig, bevor sie 2010 zum Team in Eppstein stießen.