Vertrauen und Verantwortung als Fundament 

Unterstützung beim Klettern
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Was bedeutet es heute, eine Glaubensmission zu sein? Für den WEC bedeutet es, darauf zu vertrauen, dass Gott Menschen bewegt, seinen Auftrag durch Gebet und finanzielle Unterstützung mitzutragen. Dabei verzichten wir auf Spendenwerbung. Alle Mitarbeitenden vertrauen ihre finanziellen Bedürfnisse Gott an. Gleichzeitig übernehmen wir als Werk die Mitverantwortung für die Menschen, die sich in diesen Dienst stellen. Vertrauen auf Gott und verantwortliches Handeln sind für uns keine Gegensätze, sondern gehören untrennbar zusammen. 

Mission und Gemeinde 
Der WEC versteht sich als verlängerter Arm der Gemeinde, um ihr zu helfen, ihren biblischen Missionsauftrag zu erfüllen. Wir streben eine enge Zusammenarbeit bei der Finanzplanung an, im Vertrauen darauf, dass Gott diejenigen, die er beruft, auch versorgen wird. 

Spenden und Transparenz 
Unsere Arbeit finanziert sich fast ausschließlich durch zweckgebundene Spenden von Gemeinden und Freunden.
– Persönliche Unterstützung: Da der WEC über keine zentrale Finanzierung verfügt, baut jeder Mitarbeitende einen Unterstützerkreis auf. Dieser trägt die Kosten des Dienstes (Gehalt, Sozialversicherung, Reisekosten).
– Transparenz: Spenden an den WEC sind steuerlich abzugsberechtigt. Unsere Buchhaltung wird jährlich durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer geprüft, der im Zuge dessen auch die Einhaltung der AEM-Spendengrundsätze1 kontrolliert und bestätigt. 
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Verwaltungsbeitrag: Zur Deckung allgemeiner Verwaltungskosten und der Öffentlichkeitsarbeit fließen 3,5 % der zweckgebundenen Spenden den allgemeinen Mitteln zu.

Gehalt und soziale Absicherung 
Die Gehälter unserer Mitarbeitenden orientieren sich am gesetzlichen Mindestlohn. Höhere Spendeneingänge ermöglichen eine Anpassung des Gehalts im Rahmen unserer Richtlinien sowie den Aufbau von Rücklagen. Zu den Gehaltskosten gehören selbstverständlich immer alle gesetzlichen Beiträge zur Sozialversicherung.

Verantwortung für die Zukunft (Altersvorsorge) 
Ein niedriges Gehalt führt in Deutschland zu einer niedrigen staatlichen Rente. Wir begleiten unsere Mitarbeitenden deshalb aktiv in Fragen der Altersvorsorge.
– Zusatzversorgung: Durch eine spendenfinanzierte Direktversicherung bauen wir bei Bedarf eine zusätzliche Versorgung auf, um den Basis-Lebensunterhalt im Ruhestand abzusichern. 
– Persönliche Vorsorge: Wir ermutigen unsere Mitarbeitenden gleichzeitig, ihre Zukunft durch persönliche Vorsorge aktiv mitzugestalten. 
– Ruhestandsgeld: Gehen nach dem aktiven Dienst weiterhin Spenden für Mitarbeitende im Ruhestand ein, kann der WEC ein Ruhestandsgeld (Versorgungsbezug) auszahlen. Dies bietet Unterstützern die Möglichkeit, Missionare auch im Ruhestand treu zu begleiten und hilft, die Lebenshaltungskosten zu tragen. 

Solidarität und Zuschüsse 
Als Dienstgemeinschaft lassen wir niemanden allein. Sollten die persönlichen Spenden eines Mitarbeitenden einmal nicht ausreichen, sichert der WEC das Grundgehalt ab. Darüber hinaus können – sofern freie Mittel verfügbar sind – Zuschüsse für Sonderkosten (z. B. Schulausbildung oder Flugkosten) geleistet werden. Wir erleben immer wieder, dass Gott auf unterschiedlichen Wegen – durch treue Spender oder unerwartete Hilfen – für seine Mitarbeiter sorgt. 

Fazit 
Wer bei WEC mitarbeitet, lebt in dem Bewusstsein, dass Sicherheit letztlich nicht aus Versicherungen kommt, sondern von Gott. Doch gerade weil wir Gott vertrauen, wollen wir verantwortungsvoll mit den Menschen und Mitteln umgehen, die er uns anvertraut hat. In diesem Zusammenspiel von göttlicher Versorgung und menschlicher Sorgfalt erfüllen wir gemeinsam unseren Auftrag.

Andreas Kuttler lebte mit seiner Familie fünf Jahre in Zentralasien und ist seit 2020 Geschäftsführer von WEC Deutschland. 

Foto: Symbolbild