Seit Beginn des Arabischen Frühlings erschüttern uns Krisenmeldungen aus Nordafrika und dem Nahen Osten. Mit dem Konflikt in Israel und Palästina ist die Region erneut in den Fokus der Medien gerückt. Manchmal kann ich die Berichte und Bilder kaum ertragen. Was kann ich tun? Ja, beten. Die Bibel fordert uns dazu auf. Trotzdem fühle ich mich oft hilflos, überfordert und möchte das Thema am liebsten ignorieren. Geht es dir auch so?
Ich lebe zurzeit in einem arabischen Land, das relativ stabil ist. In den Nachbarländern herrscht Krieg. Deshalb suchen viele Menschen hier Zuflucht. Trotzdem ist das Leben für die Bevölkerung nicht einfach. Die Arbeitslosigkeit ist hoch und die Menschen haben Schwierigkeiten, ein ausreichendes Einkommen zu erzielen. Neulich hat mir eine Kollegin von einem Gespräch mit einem Taxifahrer erzählt. Er beklagte sich über seine wirtschaftliche Situation und machte die Regierung dafür verantwortlich. Meine Kollegin lenkte das Gespräch immer wieder auf die positiven Seiten des Landes: Es herrscht Frieden! Es gibt eine relativ gute Infrastruktur, die zuverlässig funktioniert. Es gibt eine staatliche Ordnung. Das und vieles mehr kam zur Sprache.
Diese Begebenheit fordert mich heraus. In meinem Reden und Handeln im Alltag kann ich Frieden fördern oder Konflikt schüren. Mir kommt dazu ein Gebet eines chinesischen Christen in den Sinn:
Herr, lass Frieden überall auf Erden kommen
und fange bei mir an!
Herr, bringe deine Liebe und Wahrheit zu allen Menschen
und fange bei mir an!
Ich möchte mehr in diesem Geist leben und beten, dass Gott mir dabei hilft. Es ist eine Friedensinitiative, die im Kleinen und Persönlichen beginnt. Möchtest du mitmachen? Dann mache es auch zu Deinem Gebet und bitte Jesus: „… fange bei mir an!“
Eine langjährige Mitarbeiterin in Nahost