Jörg, du bist Teil des Missionsteams deiner Gemeinde. Eine gute Begleitung der Missionare ist euch wichtig. Wie geschieht das?
Das Missionsteam der Gemeinde ist die erste Anlaufstelle für Gemeindeglieder, denen Gott Mission ans Herz legt und die bereit sind, sich senden zu lassen. Es prüft das Anliegen und gibt eine Empfehlung an die Gemeindeleitung weiter. Wenn Gott den Ruf bestätigt und die Gemeinde zustimmt, ist jeder Missionar – ob Frau oder Mann – aufgerufen, ein Basisteam zu bilden. Wobei das Missionsteam Interessierten auch ein Basisteam vorschlagen kann.
Was versteht ihr unter einem Basisteam?
Ein Basisteam ist das Bindeglied zwischen Missionar/in, Gemeinde und Missionswerk und besteht aus mindestens drei Personen. Der Begriff „Basis“ bezieht sich in erster Linie auf die sendende und unterstützende Gemeinde. Wer Jesus nachfolgt, Mitglied der Gemeinde ist und ein Herz für Gottes Mission hat, kann Teil eines Basisteams werden. Meistens sprechen die Missionare mögliche Personen konkret an.
Was machen die Basisteams?
Die Basisteams halten Kontakt zu den Missionaren, ermutigen sie, beten für sie, geben ihre Anliegen an die Gemeinde weiter und sorgen dafür, dass sie in der Gemeinde präsent bleiben. Vier Missionsgottesdienste im Jahr bieten dafür eine gute Plattform. Wichtige Anliegen können aber auch jederzeit weitergegeben werden. Im Gemeindehaus gibt es außerdem eine Infowand mit Informationen zu jeder entsandten Person. Sie wird von den Basisteams gepflegt.
Selbstverständlich gehört auch praktische Unterstützung dazu, zum Beispiel bei der Vorbereitung von Heimataufenthalten, der Wohnungssuche, der Beschaffung eines Autos, der Planung von Gemeindeterminen oder der Organisation anderer Dinge.
Warum lohnt es sich, in einem Basisteam mitzuarbeiten?
Jedes Mitglied erhält aus erster Hand einen Einblick in eine konkrete Missionssituation. Es entstehen sehr persönliche Verbindungen. Jedes Basisteam-Mitglied kann spüren: „Ich bin Teil von Gottes weltweiter Mission und kann dazu beitragen, dass das Evangelium verbreitet wird.” Nicht jeder ist berufen selbst zu gehen, aber jeder kann mit seinen Gaben vor Ort dazu beitragen, dass der Auftrag erfüllt wird.
Warum lohnt es sich für einen Missionar, ein Basisteam hinter sich zu haben?
Die Basisteams sind für Missionare die zentrale Anlaufstelle in ihrer Heimatgemeinde – auch für solche, die sich noch in Vorbereitung oder Ausbildung befinden. Dort können sie Schönes, Ermutigendes, aber auch Belastendes teilen – im Vertrauen darauf, Unterstützung und Rückhalt zu finden. Diese Unterstützung umfasst auch die finanzielle Versorgung: Die Gemeinde verpflichtet sich, ihre Missionare nach einem klar definierten Schlüssel zu fördern. Zweckgebundene Spenden, Kollekten aus Missionsgottesdiensten sowie Erlöse aus Aktionen fließen in das dafür vorgesehene Budget.
Beschreibe ein Highlight in eurer Arbeit.
Erst jüngst wurde eine junge Familie nach Thailand entsandt. Ihr Basisteam besteht aus acht (!) Personen und ist sehr gut organisiert. Ein Ehepaar kümmert sich besonders um die Kinder. Ein vorbildliches Beispiel. Andere Teams müssen noch dazulernen. Wir wollen sie darin unterstützen.
Jörg Ehlerding war mit seiner Frau Anke zehn Jahre in der Mongolei tätig und ist ehrenamtlicher Mitarbeiter in der PS23-Gemeinde in Crailsheim (EFG).
Foto: PS23-Gemeinde (EFG) Crailsheim