Stephan und du wurdet im März 2021 angefragt, ob ihr die Leitung von WEC Deutschland übernehmt. Hattest du da bereits eine Vorstellung, was dich für Aufgaben erwarten?
Uns war bewusst, was die Aufgabe im Groben bedeutet. Die Details entdeckt man jedoch erst, wenn man startet – und ich glaube, jeder Leiter prägt diese Rolle mit seinen individuellen Begabungen. Für uns war vor allem eines entscheidend: Wir wussten, es ist Gottes Ruf und Auftrag an uns. Dieses Wissen hat uns in den ersten drei Jahren getragen und gestärkt.
Worin bestehen deine Aufgaben in der WEC-Zentrale?
Die Aufgaben sind breit gefächert: von der Betreuung unserer Mitarbeiter im In- und Ausland über die Koordination in den Bereichen Hauswirtschaft, Member Care und Kinderschutz bis hin zu vielen weiteren Aufgaben, die sich im Alltag ergeben.
Dazu kommen strategische Fragen: Wohin entwickeln wir uns? Was ist für WEC Deutschland aktuell wichtig und wo sind Veränderungen notwendig?
Du führst unter anderem viele Gespräche mit Mitarbeitern weltweit – wie kannst du Mitarbeiter vor Ort sowie weltweit im Blick behalten?
Ganz ehrlich: Bei der Fülle an Aufgaben ist das oft eine Herausforderung. Was mir hilft, ist unser tägliches Gebet als Team für unsere Mitarbeiter. Damit stellen wir uns bewusst hinter sie – nicht nur organisatorisch, sondern auch geistlich.
Welche Aufgabe macht dir besonders viel Freude?
Der Kontakt zu Mitarbeitern, praktische Dinge zu organisieren und zu strukturieren.
Gibt es für dich einen typischen Tag oder ist jeder anders – wieso?
Das einzig Typische ist die gemeinsame Gebetszeit um 8 Uhr morgens. Danach verlaufen die Tage sehr unterschiedlich – aber oft mit vielen Gesprächen und Schreibtischarbeiten.
Vermisst du es, in deinem ursprünglich erlernten Beruf als Krankenschwester zu arbeiten?
Ja, manchmal schon. Besonders auch der Kontakt zu verschiedenen Menschen und Arbeitskollegen, die mit Glauben oft wenig Berührungspunkte hatten.
Inwieweit trägt deine Arbeit dazu bei, dass unerreichte Völker von Jesus Christus hören?
Gemeinsam machen wir es möglich, dass Menschen in den unterschiedlichsten Teilen der Welt unterwegs sind. Dabei tragen Gemeinden und einzelne Unterstützer durch Kontakt, Gebet und Finanzen entscheidend bei. Hinzu kommen jedoch auch die vielfältigen Aufgaben in unserer Zentrale in Deutschland. Jedes dieser Zahnräder ist unverzichtbar, damit unsere Mitarbeiter ihren Dienst tun können und Menschen Jesus kennenlernen. Und ich weiß: Auch ich bin eines dieser Zahnräder – mit all den unterschiedlichen Aufgaben, die dazu gehören.
Hast du noch etwas, was du dem Leser gern mitteilen möchtest?
Gott hat die Kontrolle über alles, was in Richtung Mission passiert – und das, was jeder einzelne Christ dazu beiträgt, ist enorm wichtig, damit Menschen Jesus kennenlernen. Es geht um die Ewigkeit.