Mit Herz und Hand – Lernhelferin in Asien

Ein Junge schreibt Asien Symbolbild
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Ostern liegt schon etwas länger zurück, aber an diesen besonderen Tagen durften wir als Kurzzeitler in die Rolle der Emmausjünger schlüpfen und vor einem gebannten Publikum Zeugnis geben. Gemeinsam mit unseren einheimischen Freunden, die zuvor noch nie von Ostern gehört hatten, haben wir Jesu Tod gedacht und seine Auferstehung gefeiert. 

Was ein Kurzeinsatz möglich macht 
Ein Kurzeinsatz macht genau solche Erfahrungen möglich: Teil eines Teams werden, geistlich wachsen und lernen, wie man eigene Begabungen einsetzt, um Gott und anderen Menschen zu dienen. 

Gottes Ruf für mich war es, als Lernhelferin in eine deutsche Familie nach Asien zu gehen. Von Beginn an bestand mein Alltag aus zwei Aufgabenbereichen: Vormittags unterstützte ich beim Unterrichten und verbrachte Zeit mit den Kindern. Nachmittags wurde ich praktisch tätig und sammelte viele Erfahrungen im handwerklichen Bereich. Dabei arbeitete ich eng mit einheimischen Arbeitern zusammen und war Teil eines Projektes, das Gott hier vor sieben Jahren begann. 

Für die Kinder gestaltete ich ein möglichst abwechslungsreiches Programm – mit dem Ziel, Freude zu schaffen und gleichzeitig die Eltern zu entlasten. So gewannen diese Freiräume: zum Sprachelernen, zum Pflegen von Beziehungen mit Einheimischen oder einfach für gemeinsame Zeit als Paar. 

Meine freie Zeit verbrachte ich gerne mit Sport, dem Lernen der einheimischen Sprache, Lobpreis, Lesen sowie Telefonaten mit Freunden und Familie. 

Herausforderungen und Gebetserhörungen 
Das Leben im Team und unsere regelmäßigen Zeiten für geistlichen Austausch und Gebet schenkten mir immer wieder Ermutigung. Ich erlebte, wie Gott spricht, wirkt und Freude schenkt. Die klare Berufung für dieses Land im Herzen zu tragen, half mir, auch dann dranzubleiben, wenn Herausforderungen auftauchten. Sprachelernen kann frustrierend sein und Beziehungen wachsen dort oft langsamer und anders, als ich es gewohnt war. 

Doch gerade darin habe ich erlebt, wie Gott in Gebeten antwortet, Heilung schenkt und Situationen eröffnet, in denen wir sein Wort weitergeben können. Eine große Gebetserhörung war meine Mitbewohnerin – sie war nicht nur Kollegin, sondern auch enge Freundin und Glaubensschwester. 

Es lohnt sich 
Meine Zeit dort war geprägt von vielen neuen Erfahrungen, einer fremden Sprache und Kultur und einem Leben, das sich stark von meinem früheren Alltag unterschied. Ich war Teil einer Familie und eines Teams, die für immer einen Platz in meinem Herzen haben werden. Dieser Kurzeinsatz bereicherte mein Leben auf vielfältige Weise. Ich hoffe, den Menschen hier auch weiterhin mit meinem Dasein dienen zu können – und sie durch mein Gebet auch in Zukunft zu unterstützen. 

Wenn dich dieser Bericht angesprochen hat, dann geh ins Gespräch mit Gott und frage ihn, was er als Nächstes mit dir vorhat. Es lohnt sich! 
Denn Gott dient uns zuerst – und ein Kurzeinsatz ist eine wunderbare Möglichkeit, ihm von Herzen zu dienen und ihm näherzukommen. 

Die Verfasserin arbeitete als Lernhelferin bei einer Missionarsfamilie in Asien. 

Foto: Symbolbild