Mit Gott am Schreibtisch für die Unerreichten

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Wusstest du, dass man durch Schreibtischarbeit in Deutschland Teil weltweiter Missionsarbeit unter unerreichten Völkern sein kann – und das sogar in Teilzeit? Ja, das ist tatsächlich möglich! 

Gott im Team 
In meiner Rolle als Geschäftsführer von WEC Deutschland verbringe ich den Großteil meiner Zeit am Schreibtisch oder in Besprechungen. Die Themen sind vielfältig, meist organisatorischer Natur. Nicht alles ist spannend – manches muss einfach erledigt und entschieden werden. Doch das Faszinierende ist: Diese Arbeit trägt ganz konkret dazu bei, dass Menschen weltweit das Evangelium hören. 

Ein Beispiel: Unlängst haben wir eine gGmbH* gegründet. Das war mit erheblichem Verwaltungsaufwand verbunden. Aber Gott hat es möglich gemacht: 

  • Ein Geschäftsmann stellte das nötige Grundkapital bereit, 
  • ein befreundeter Steuerberater brachte seine Expertise ein, 
  • und eine weitere Person übernahm zusätzliche Verwaltungstätigkeiten. 

So entstand eine neue rechtliche Grundlage für unsere Arbeit in Ländern mit schwierigen Rahmenbedingungen. Sie sorgt dafür, dass unser dortiges Team nun auf einer stabilen Basis seinen Dienst tun kann. 

Das ist nur ein Beispiel von vielen administrativen Aufgaben, die notwendig sind, damit die Arbeit unter unerreichten Völkern von Deutschland aus möglich wird. 

Gott ermutigt 
Besonders ermutigend ist es, wenn wir erleben, dass Gott sichtbar hinter unseren Entscheidungen steht. Während der Corona-Zeit war es möglich, eine steuerfreie Extrazahlung an Mitarbeiter auszuzahlen. Da unsere Mitarbeiter nicht viel verdienen, hatten wir den Wunsch, diese Sonderzahlung allen zu ermöglichen – unabhängig davon, ob sie dafür genügend Spenden hatten oder nicht. 

Wir entschieden uns, diesen Schritt im Vertrauen zu gehen. Zwei Wochen später erhielten wir eine große Spende, die fast exakt den Betrag abdeckte, den wir als mögliches Defizit errechnet hatten. Das war eine große Freude und hat uns in unserer Arbeit enorm ermutigt. 

 Gott versorgt 
Ich übe meine Aufgabe bei WEC in Teilzeit und ehrenamtlich aus. Dafür habe ich meine Arbeit in einer Softwarefirma auf 60 % reduziert. Anfangs dachte ich, das sei unmöglich – wie sollte das finanziell funktionieren? Doch meine Frau und ich haben erlebt: Trotz Gehaltsverzicht hat sich unsere finanzielle Situation nicht verschlechtert. Im Gegenteil, wir erfahren an dieser Stelle sehr konkret Gottes Treue und Versorgung. 

Vielleicht ruft Gott auch dich, einen Teil deiner Zeit und Fähigkeiten für die weltweite Mission einzusetzen. Vielleicht scheint es auf den ersten Blick nicht machbar – das dachte ich auch. Aber Gott öffnet Wege, wo wir es nicht erwarten. 

Andreas Kuttler ist verheiratet mit Esther. Beide engagieren sich im CVJM. Gemeinsam lebten sie einige Jahre in Zentralasien. 2020 übernahm er die Aufgabe des WEC-Geschäftsführers.

* Eine gemeinnützige GmbH (gGmbH) ist im deutschen Steuerrecht eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, deren Erträge für gemeinnützige Zwecke verwendet werden.