„Die neue Generation Kurzzeitler!“
Das waren die Begrüßungsworte des Leiters von WEC Deutschland. Wir haben als Entwicklungshelfer im Ausland gearbeitet und dort viele Missionare kennengelernt. Jetzt im Ruhestand (seit 2024) wollten auch wir uns als Missionare im Reich Gottes einsetzen. Aus familiären Umständen geht es aber statt ans andere Ende der Welt in die Nähe der Heimat. Während der Orientierungswoche in den Niederlanden wurden wir klar in die unterstützende Arbeit nach Deutschland geführt. Aber in der WEC-Zentrale in Eppstein mithelfen? Ist das „Mission“? Auch unsere Gemeinde, die hinter uns steht, fragte sich das.
Ungelernt und doch begabt
Wir, Monica und ich, haben im September 2025 in der Zentrale von WEC Deutschland angefangen. Ich, Ton, arbeite bei der Renovierung von zwei Mitarbeiterwohnungen mit. Ich bin kein gelernter Bauarbeiter, aber habe zwei rechte Hände, mit denen ich schleppen, dämmen, abreißen kann – das kommt sehr gelegen. Neben den fest eingeplanten Aufgaben gibt es immer wieder kurzfristig anfallende Tätigkeiten, beispielsweise das Beheben von Lecks, Gartenpflege, Kochen oder die Mithilfe bei großen Veranstaltungen wie Prayer Night und Missionstagen.
Monica engagiert sich im Bereich Hospitality: Sie betreut die Gästeräume, hilft beim Kochen und nimmt sich Zeit für die Anliegen der WEC-Mitarbeiter.
Die Missionare im Blick
Ein angenehmes Wohnumfeld für die Mitarbeiter der Zentrale schafft die Grundlage dafür, dass sie sich ganz auf ihre Aufgabe – die Unterstützung der Missionare – konzentrieren können. Darüber hinaus bietet das Haus Missionaren im Heimataufenthalt Raum für Briefings, Debriefings und Gespräche mit der WEC-Leitung. Hier können sie sich erholen, zur Ruhe kommen und neue Energie tanken.
In Eppstein findet auch der Orientierungskurs für Lang- und Kurzzeitmissionare statt. Sie schätzen es, wenn während des Kurses alles reibungslos funktioniert – die Heizung läuft, aus der Dusche Wasser kommt und es gutes Essen gibt.
Die Zentrale mit all ihren Komponenten ist ein verlässlicher Baustein für WEC-Mitarbeiter – sowohl in der Vorbereitung als auch während ihres Einsatzes. Wenn die Zentrale funktioniert, entlastet das die Missionare und gibt ihnen mehr Zeit für ihre eigentlichen Aufgaben: Verkündigung, Gemeindebau, Kontakte knüpfen, Übersetzungsarbeit oder andere Dienste.
Beschenkt
Unser Dienst in Eppstein ist nicht nur Geben, sondern auch Lernen. Obwohl Niederländer und Deutsche auf den ersten Blick ähnliche Kulturen haben, zeigt uns das Leben in einer christlichen Wohngemeinschaft, wie viel Neues wir entdecken dürfen – und das genießen wir sehr.
Gibt es ein Alterslimit, um bei einer Missionsorganisation zu beginnen? Ganz und gar nicht.
Ist unterstützende Arbeit in einer Missionsorganisation langweilig? Auf keinen Fall.
Ist die Unterstützung der WEC-Zentrale „Mission“? Ganz sicher.
Monica und Ton Tielens sind Niederländer. Ton ist seit einem Jahr in Rente. Monica arbeitet als historische Knochenschnitzerin und verkauft ihre Produkte auf Römer- und Mittelalter-Märkten.