Gemeinsam berufen: Missionarin und Herzensteam 

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Als Gott mich vor einigen Jahren bereit machte, Missionarin zu werden, wurde mir schnell klar: Als beziehungsorientierte Single-Frau mit einer Vision für eine schwer erreichbare Volksgruppe und wenig Erfahrung im Bereich Mission brauche ich ein starkes Netzwerk. So entstand die Vision eines „Herzensteams“: Jesus-Nachfolger, die sich von Gott auf besondere Weise gebrauchen lassen und mit mir auf eine besondere Reise gehen – aus unterschiedlichen Lebenssituationen, mit vielfältigen Gaben und fest verankert in ihrer Beziehung zu Jesus. 
Ich bat Gott um ein solches Team, und es kristallisierte sich eine siebenköpfige Gruppe heraus: drei Männer und vier Frauen im Alter von 30 bis 70 Jahren, Singles und Ehepaare, Eltern und Großeltern. Ein großer Schatz in seiner Vielfalt! 

Miteinander Verantwortung tragen 
Von Anfang an nahmen wir uns Zeit, Ziele, Aufgaben und Erwartungen zu klären. Wir vereinbarten regelmäßige Treffen, Gebet füreinander, ehrliches Nachfragen sowie Ermutigung und Korrektur. Wichtig war uns auch praktische Unterstützung, etwa durch die Organisation von Gebetsabenden oder das Verschicken von Päckchen während meiner Einsätze und Heimataufenthalte. 
Da Mission in meiner Zielregion nicht erlaubt ist, mussten wir lernen, sensibel mit Informationen umzugehen. Gemeinsam sprachen wir über mögliche Krisen, sichere Kommunikation und Verantwortlichkeiten. Eine Person übernahm die Weiterleitung meines Newsletters, eine andere wurde offizielle Krisenansprechperson. Gott hatte uns zu einem starken, von Christus geführten Team zusammengestellt. 

Treu auch im Zweifel
Doch dann kam vieles anders als erwartet: Mehrere Ausreiseversuche scheiterten. Abgelehnte Visaanträge und die Frage nach Gottes Führung forderten mich und das Team heraus. Besonders wertvoll war die Gelassenheit des Missionserfahrenen unter uns. Trotz aller Fragen blieb das Team treu, ermutigte mich und teilte auch eigene Zweifel. Gerade in Zeiten der Unsicherheit wurde es für mich zu einem wichtigen Resonanzraum bei der Frage, ob ich Gottes Weg richtig verstanden hatte. 
Heute lebe und arbeite ich in unserer Zentrale, und eine Ausreise ist weiterhin nicht in Sicht. Mein Herzensteam geht diesen Weg dennoch mit mir weiter – ein großes Geschenk. 

Auch etwas für dich? 
Männer und Frauen unterschiedlichen Alters, mit verschiedenen Berufen, Persönlichkeiten und Ressourcen begleiten mich ganz nah: Jesus-Nachfolger, die aus einer engen Beziehung zu Gott heraus gerne auch in Seinem weltweiten Auftrag Verantwortung übernehmen. Sie sind Multiplikatoren und Bindeglied in ihre eigene Gemeinde und darüber hinaus. Diese Rolle erfüllt sie selbst auch mit Dankbarkeit und Freude, wenn sie auf diese Weise Gottes Wirken in meinem Leben und in der weltweiten Mission erleben. 
So sind sie mittendrin in Gottes Herzensanliegen, Menschen weltweit mit der besten Botschaft zu erreichen. Ob das vielleicht auch etwas für dich ist?

Die Verfasserin (53) ist Single, Musikerin und Maultaschenliebhaberin. Als ehemalige Sozialpädagogin folgt sie Jesus und bezeugt Gottes große Liebe.

Foto: Symbolbild