Evangelisation in Europa

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Ich heiße Maki Gunji und komme aus Japan. Ein Jahr lang (2023/24) habe ich meinen Bundesfreiwilligendienst bei WEC Deutschland gemacht. Ich verbrachte bereits meine Kindheit in Deutschland und seitdem ist es meine zweite Heimat. Deshalb habe ich mir immer gewünscht, eines Tages wieder hier zu leben.

Mission kaum im Blick
Zu WEC bin ich nach meinem Studium in Japan gekommen. Ich bin in einer christlichen Familie aufgewachsen, habe aber in meinem Leben kaum über Mission nachgedacht. Deshalb wusste ich am Anfang nicht genau, was Mission ist. Aber im letzten Jahr habe ich viele Missionare getroffen.

Das hat mein Glaubensleben bereichert. Den größten Einfluss auf mich hatten diejenigen, die in Japan oder anderen asiatischen Ländern missionarisch tätig waren oder sind. In Japan gibt es weniger als 1% Christen. Das wusste ich schon lange. Aber als ich in Japan lebte, hatte ich den starken Wunsch, nach Deutschland zu gehen und habe der Situation in Japan nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt. An der Universität war ich jedoch traurig, weil es um mich herum so wenige Christen gab.

Erfreuliche Entdeckung
Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben, dass sich die Situation in Japan ändern könnte. Aber meine Sicht hat sich verändert. Durch die Christen, die ich bei WEC – in Deutschland und in anderen Teilen Europas – kennengelernt habe, habe ich mitbekommen, dass es Menschen gibt, die sich ernsthaft und von Herzen für die geistliche Errettung Japans und des japanischen Volkes einsetzen. Das macht mich sehr froh. Sie tun es im Vertrauen auf Gott und im Gebet. Durch diese Menschen wurde mir zum ersten Mal bewusst, dass das Land Japan für mich als Heimat wichtig ist. Ich lernte, dass Evangelisation möglich ist, wenn man ohne Zweifel an Gott festhält. Nun hoffe ich von ganzem Herzen, dass noch mehr Japaner Jesus begegnen und Gottes wunderbare Liebe erfahren. Ich besuche regelmäßig die japanische Gemeinde in Frankfurt. Überall in Europa gibt es japanische Gemeinden und gemeinsam versuchen wir, Japaner in Europa zu evangelisieren und uns gegenseitig in unserem Glaubensleben im Ausland zu ermutigen.

Neue Perspektive
Was genau ich in Deutschland machen werde, weiß ich noch nicht. Aber als Christin, die an Jesus glaubt und ihm nachfolgt, möchte ich als Brücke zwischen meinen beiden Heimatländern dienen und die Liebe Gottes an viele Japaner in Europa weitergeben. Diese Einstellung hätte ich vielleicht nicht, wenn ich nicht zum WEC gekommen wäre. Nach einem Jahr hier bin ich überzeugt, dass dies Gottes wunderbarer Plan für mich ist. Ich bin Gott und allen Menschen, die ich bei WEC und in Europa getroffen habe, sehr dankbar. Im Moment ist vieles in meinem Leben noch unklar, aber ich möchte auf Gott vertrauen und mit Freude vorwärtsgehen.