Eine unvergessliche Begegnung 

IMG 8041.JPG
Pinsel Horizontal Weiss Oben

Vor drei Jahren saß mir in meinem neuen Büro im Missionshaus eine Frau gegenüber, die vom Alter her meine Mutter sein könnte. Das Erste, was mir auffiel, war der Frieden, den sie ausstrahlte. Wir sprachen über ihren Dienst in Westafrika, und auf meine Frage nach ihrem Resümee sagte sie Worte, die mich bis heute begleiten: 
„Was für eine Ehre, Jesus dienen zu dürfen.“ 

Dienst als Vorrecht 
Diese Aussage erinnert mich daran, dass es ein Vorrecht ist, vom König aller Könige in seine Familie aufgenommen zu werden und als seine Botschafter in dieser Welt zu wirken. Auch meine Aufgabe als Missionsleiter empfinde ich als großes Privileg.
Paulus beschreibt es so: „Durch Christus hat Gott uns das Vorrecht und das Amt gegeben, in seinem Namen den Völkern auf der ganzen Welt weiterzusagen, was Gott für sie getan hat, damit sie an ihn glauben und ihm gehorchen und so sein Name geehrt wird.“ Römer 1.5 [NLB] 

Eine Vision, die begeistert  
Mit unserer Rückkehr aus Südafrika 2022 zogen wir mit unseren drei Teenagern bewusst in die Missionszentrale in Eppstein, um Teil der Gemeinschaft zu sein und unseren Mitarbeitern sowie Gästen persönlich zu begegnen. Meine Frau Madeleine und ich leiten seit 2023 WEC Deutschland.  

Es bereitet mir große Freude, mit über 100 Mitarbeitern in knapp 30 Ländern im Kontakt zu stehen und Gemeinden von dem zu berichten, was Gott weltweit tut.  Es begeistert mich, andere für unser Herzensanliegen zu begeistern: 
„Menschen aus allen Nationen, Kulturen und Sprachen werden Jesus Christus kennen, lieben und anbeten.“  

Herausforderungen und Hoffnung 
Diese Vision treibt uns an. Dafür arbeiten wir in allen Bereichen und beten täglich um Erweckung – in einzelnen Menschen und ganzen Volksgruppen. Denn nichts verändert Menschen mehr, nichts bringt mehr Hoffnung, nichts hat mehr Ewigkeitswert. Doch es beginnt bei uns selbst: Wir können nur glaubhaft weitergeben, was wir persönlich erfahren haben. 

Als Leiter sehe ich es als meine Aufgabe, uns diese himmlische Vision immer wieder vor Augen zu führen und daran zu erinnern, welches Privileg wir genießen. Gerade in Zeiten von Personalmangel, Enttäuschungen, Krisen, Kriegen oder scheinbar ausbleibenden Ergebnissen sind wir herausgefordert. Dann helfen mir die Worte jener Mitarbeiterin: 
„Was für eine Ehre, Jesus dienen zu dürfen.“
In diesem Sinn möchte ich meinen Dienst tun. 

Stephan Barthel lebt mit seiner Familie in der Missionszentrale. Wenn er nicht gerade als Missionsleiter arbeitet, fährt er liebend gern Fahrrad.