Mit der Kaffeetasse in der Hand überfliege ich meine neuesten E-Mails, bevor ich mich dann mit Bibel und Gebetsplan pünktlich um 8 Uhr zu unserer gemeinsamen Gebetsstunde begebe. Was für ein Privileg, die Arbeit unserer Kollegen weltweit so unterstützen zu können!
Was steht heute an?
Zurück am Schreibtisch: Um 10:30 Uhr steht ein Online-Meeting mit dem Weltweit-Redaktionsteam auf dem Plan. Heutiges Thema: der neue Newsletter. Die Zeit bis dahin nutze ich, um für unsere neuen Kollegen Gebetskarten zu erstellen. In meinem Lieblingsprogramm Adobe InDesign ist die Vorlage schnell angepasst, ein neues Bild eingesetzt, Korrektur gelesen und die Druckdaten an die Online-Druckerei geschickt.
Vor kurzem entstand in der Zentrale eine Idee: Wir brauchen etwas, um unerreichte Volksgruppen bei Veranstaltungen darzustellen – am besten etwas zum Mitnehmen. Damit Menschen für Mission unter ihnen motiviert und zum Gebet angespornt werden. „Kristin, überleg dir mal was. Wenn wir es in zwei Wochen bereits hätten, wäre es toll!“
Hmm, Plakat? Zu steif. Ein Flyer? Nicht gut erweiterbar. Broschüre? Unhandlich. Visitenkarten? Langweilig. Lesezeichen? Perfekt! Praktisch, ansprechend, leicht mitzunehmen. Ich setze mich gleich hin und überlege, wie ich 12 verschiedene Lesezeichen gestalten könnte, die jeweils eine Volksgruppe vorstellen.
Fragen, die geklärt werden müssen
Jetzt hätte ich fast das Meeting verpasst. Wir besprechen zu viert den Entwurf des nächsten Newsletters, den ich bereits vorbereitet habe: Hier ein Komma zu viel, dort lieber ein anderes Bild. Da noch die Überschrift anpassen. Können wir das Foto dieses Kollegen nutzen oder ist das aus Sicherheitsgründen zu heikel? Wer schreibt im übernächsten Newsletter? Wir vereinbaren die nächsten Termine, beten zum Abschluss – dann zurück zu den Lesezeichen.
Ich packe eine Kiste und nehme mit…
Inzwischen klopft Stephan, unser Missionsleiter, an meine Bürotür. Er braucht Material für zwei Veranstaltungen am Wochenende. Er predigt über Mission und stellt WEC Deutschland vor. Also packen wir eine Kiste: Imagebroschüren, Visitenkarten, Biografien des WEC-Gründers C. T. Studd, Infokarten zu Einsatzmöglichkeiten und Kugelschreiber – die gehen immer.
Zeit für eine Mittagspause. Anschließend werde ich dann an unserer Webseite Änderungen vornehmen und die neuen Termine unserer Prayer Nights einstellen.
Ein Puzzleteil passt ins nächste
Wie passen nun diese Tätigkeiten ins große Bild der Mission? Sie sind ein kleines, aber wichtiges Puzzleteil:
Vielleicht nimmt eine junge Frau, nennen wir sie Lotte, bei einer Gemeindeveranstaltung nach Stephans Predigt ein Lesezeichen mit und beginnt, für die Volksgruppe X zu beten. Auf unserer Webseite entdeckt sie dann die Einladung zur nächsten Prayer Night in der WEC-Zentrale und kommt vorbei. Dort hört sie live von Missionaren, was Gott weltweit unter unerreichten Volksgruppen wirkt. Sie nimmt die persönliche Gebetskarte einer Missionarsfamilie mit, um konkret für ihren Dienst zu beten – vielleicht auch finanziell zu unterstützen.
Zuhause blättert Lotte in unserer neuen Imagebroschüre. Sie spürt, dass Gott sie anspricht und herausfordert, selbst ganz konkret über einen Kurzzeiteinsatz oder eine Missionsbibelschule nachzudenken… Ein Puzzleteil passt ins nächste.
Kristin Blumrich ist gelernte Mediengestalterin und arbeitet seit knapp 2 Jahren im PR-Bereich von WEC Deutschland.